Erster Redner war der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
23 May 2016, 4:45 Minuten
Präsident Erdogan hielt ein Pladoyer für die Flüchtlinge.
Es wäre gut, wenn dies umgesetzt würde.
Wer wissen will, was er gesagt hat, muss seiner Rede folgen.
In den Medien habe ich sie nicht gefunden.
Danach sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel.
23 May 2016, 5:21 Minuten
In einigen Medien wird darüber berichtet, z.B. schreibt Die Welt:
Merkel fordert bei UN-Nothilfegipfel bessere internationale Zusammenarbeit
Erdogan verlangt faire Lastenteilung bei Bewältigung der Flüchtlingskrise
und die TAZ:
Das Treffen beginnt mit hehren Reden und Appellen. Angela Merkel fordert ein besseres Zusammenspiel von Nothilfe und Entwicklungspolitik.
Übrigens, in ihrer Rede hat Angela Merkel noch ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert:
Eine Flüchtlingsversicherung.
So wie es sich anhört, ist sie der Meinung, dass sich in Zukunft Flüchtlingsprobleme mit einer Versicherung lösen lassen.
In den Medien habe ich noch nichts Näheres darüber gefunden.
Sie hat gesagt:
"Es geht auch um neue Wege...
Ich möchte werben dafür, dass wir auch Versicherungsmodellen neben den klassischen Finanzierungen eine Chance geben, zum Beispiel Versicherungsmodelle im Zusammenhang mit den Risiken des Klimawandels oder von globalen Epedemien. Das hat den Vorteil, dass schnell Abhilfe geleistet werden kann, und wer einen Versicherungsanspruch hat, wird nicht mehr als Bittsteller wahrgenommen, sondern als jemand der Ansprüche hat und deshalb können Versicherungsmodelle hier einen wirklichen Wechsel herbeiführen."
Was mag sie damit meinen?
Dass man eine Versicherung abschliessen kann, die Schutz gibt im Falle von Verfolgung?
Nur noch Asyl, wenn man eine entsprechende Versicherung hat?
Also nur noch Nothilfe, wenn man sich eine Versicherung leisten kann?
Oder dass sich Staaten gegen Flüchtlinge versichern lassen können?
Vielleicht werden wir in den nächsten Tagen Näheres erfahren.
Vielleicht auch nicht.
Ihre Rede ist inzwischen mit kleinen redaktionellen Änderungen auf der Webseite der Bundesregierung wiedergegeben. Erläuterungen gibt es dort nicht.
Interessant ihr Pressestatement im Rahmen des Humanitären Weltgipfels am 23. Mai 2016.
Interessant auch ihre Rede beim Leaders’ Roundtable im Rahmen des World Humanitarian Summit am 23. Mai 2016:
"Keine nachhaltige Entwicklung ohne Frieden,
aber auch kein Friede ohne nachhaltige Entwicklung.
Was heißt das? Das heißt, dass wir die Dinge gut aufeinander abstimmen müssen: Zugang zu humanitärer Hilfe, Mediation und politische Konfliktlösung."
Vielleicht gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer.
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