Es sind Zweifel angesagt, worüber sich die Politiker Gedanken machen.
Der gesunde Menschenverstand scheint ausgespielt zu haben.
Wie zu erwarten, zeigt der Nato-Einsatz gegen Schlepper keine Wirkung.
Nun soll die Türkei, der Türsteher Europas, veranlasst werden, alle Flüchtlinge,
die auf griechischem Boden gelandet sind oder landen, wieder zurückzunehmen,
damit, wie es heisst, dem Schlepper-Unwesen das Handwerk gelegt werden soll.
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Als Gegenzug soll die EU - abgesehen von den 6 Milliarden Euro Zuschuss und der Abschaffung der Visumspflicht für türkische Bürger bei der Einreise in die EU - Flüchtlinge aus Syrien, die derzeit in der Türkei leben, aufnehmen.
Die Frage der Moral der Friedensnobelpreisträgerin EU spielt eine untergeordnete Rolle.
Bisher habe ich in den Medien noch keinen Bericht gesehen, in dem vorgerechnet wird, was das heisst. 2 Millionen Syrer leben derzeit in der Türkei.
Wer wird diese 2 Millionen Syrer aufnehmen?
Kein europäischer Staat hat sich bislang dazu bereit erklärt.
Also wird es Deutschland sein.
Die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul sind erst einmal geschlossen worden.
Was die Regierung nicht schafft, nehmen Freiwillige in die Hand.
Jugendliche aus Berlin wollen ein Zeichen setzen:
Die Organisation "Jugend rettet e.V" möchte helfen.
Ehrenamtlich arbeiten die Studenten an ihrem Plan, der ab Juni starten soll.
"Wenn Menschen in Not sind, dann hilft man ihnen.
Das war die Grundidee von Anfang an", sagen die Initiatoren von "Jugend rettet e.V"
Jugend Rettet
Es gibt weitere gute Nachrichten:
Einem Bericht der NASA zur Folge findet im Nahen Osten eine historische Dürre statt.
Der Wassermangel wurde vermutlich durch den Klimawandel ausgelöst.
NASA-Wissenschaftler sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der Dürre und dem Ausbruch des Syrien-Krieges. Die Region ging durch eine historische Dürreperiode, die zu Wanderungsbewegungen in der Region führte und soziale Konflikte verschärfte.
Diese Feststellung könnte zur Beendigung des nun fünf Jahre andauernden syrischen Bürgerkrieges beitragen, denn die Lage in Syrien kann nur durch eine Rückkehr zum Frieden verbessert werden.