Freitag, 21. August 2015

Quo Vadis Europa ?

Vor sechs Wochen schrieb ich:

Es gibt genug Probleme in Europa. Solidarität ist gefragt.
Flüchtlinge aus den südlichen Problemzonen stehen vor Europas Haustür.

Foto: Tagesschau.de

In diesen sechs Wochen ist viel geschehen. Nachdem Europa mit Triton versucht hat,
die Grenzen dicht zu machen, haben sich die Flüchtlingsströme auf Griechenland verlagert. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte damals bereits gewarnt.

Die europäischen Gremien und viele europäische Staaten haben versucht, die Solidarität in Europa aufzukündigen. Nun ist der Flüchtlingsstrom so stark angestiegen, dass man sich gezwungen sieht, doch noch nach Lösungen zu suchen.

12 Millionen Syrer sind auf der Flucht.

Wir haben inzwischen unhaltbare Zustände in Europa.
Seit dem Kriegsbeginn vor 4 Jahren sind 100.000 syrische Flüchtlinge in Deutschland angekommen.

Europa läuft die Zeit davon.

Bislang konnten sich die Flüchtlinge 72 Stunden in Mazedonien aufhalten und kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Inzwischen ist Mazedonien total überfordert.


Vor siebzig Jahren endete der zweite Weltkrieg.

In diesem Jahr wird vieles aus dieser Zeit berichtet, vieles wird erst jetzt aufgearbeitet. Auch die gewaltigen Flüchtlingsströme aus dem Osten - damals waren es Deutsche,
die auch nicht immer gerne in der neuen Heimat gesehen wurden - gehören dazu.
Nun, nach siebzig Jahren, haben wir Flüchtlinge aus den Ländern, die Deutschland damals mit Krieg überzogen hat. Tripolis spielte eine wichtige Rolle in Rommels Afrikafeldzug, und heute gehen Flüchtlingsströme von Afrika über Tripolis nach Europa.

Bulgarien und Mazedonien wollen den Flüchtlingsstrom in die EU eindämmen.
In den vergangenen 24 Stunden sind in Mazedonien nur 181 Reisepapiere ausgehändigt worden. Tausende warten darauf, dass sie weiterreisen können.

Ist da die Deutsch-Europäische Geheimdiplomatie im Wirken?

-.-

Meine Empfehlung:

aspekte, 21.08.2015 23:00
Armut treibt zur Flucht nach Europa
Dossier: Flucht nach Europa und wie Europa damit umgeht

1 Kommentar:

  1. Das von Tagesschau.de gezeigte Foto von Giorgi Litovsci (Republika) vom 21. August an der griechisch-mazedonischen Grenze wurde UNICEF Foto des Jahres und vom Magazin TIME (USA) als eines der Top-10 Fotos 2015 gewaehlt.

    AntwortenLöschen