Gestern noch stellte ich die Frage, wo sind sie geblieben, die Dichter und Denker...
Heute, zu meiner ausserordentlichen Freude, stelle ich fest, dass es sie doch noch gibt:
Vernünftige Menschen, die die richtigen Gedanken haben, und auch unser Wohl im Sinn.
Aus meinen Blogs ist unschwer zu erkennen, dass mein Hauptaugenmerk auf ein friedliches Miteinander und unser Wohlergehen gerichtet ist, das ist meine Leitlinie.
Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir uns auf erneuerbare Energien umstellen,
um die Abhängigkeit von Öl und fossilen Brennstoffen zu reduzieren und zu beenden,
ohne dass wir uns unwägbaren Gefahren aussetzen.
Wohltuend war daher heute die Aussage des Hauptgeschäftsführers des Verbandes kommunaler Unternehmen, die ich hier im Wesentlichen wiedergeben möchte:
Zitat:
Die Zukunft der Stromversorgung, vor allen Dingen die Zukunft des Ausbaus der Energieproduktion in Richtung erneuerbarer Energien wird eine dezentrale Entwicklung nehmen... Kraft-Wärme-Kopplung ist sicherlich die energieeffizienteste Art.
Wir haben nach der Wirtschafts- und Finanzkrise aber auch in Deutschland eine neue ordnungspolitische Diskussion bekommen.
Privat vor Staat in der "Plattheit" ist tot!
Die Politik hat erkannt, vor allem die Kommunalpolitik, dass die Versorgung bis in das letzte Gewerbegebiet wichtig ist und auch insgesamt gesteuert werden muss, und das sichert ja übrigens auch die Exportfähigkeit unserer Volkswirtschaft und deshalb gibt es auch diesen Trend zur Rekommunalisierung.
Aber im Kern geht es auch darum, dass Kommunalwirtschaft eigentlich der energiepolitische Mittelstand in Deutschland ist, und zu den grossen Vier auch in einem Wettbewerb steht. Wir haben in Deutschland eine Oligopolisierung der Energieproduktion - Feststellung des Bundeskartellamtes und der Monopolkommission... Hier muss man was tun.
Kommunalwirtschaft ist bürgernäher...
Und vor allen Dingen ganz entscheidend, wir sorgen für dezentrale Versorgungssicherheit.
Wenn ein Gewerbegebiet ausserhalb der Ballungszentren liegt, versorgen wir diese auch.
Und das können wir auch, weil wir nicht Shareholder orientiert sind, sondern unsere Rendite sind natürlich mit einer schwarzen Null oder dadrüber versehen, aber wir brauchen keine Eigenkapital-Renditen wie börsennotierte Unternehmen.
Stadtwerke haben ein enorm hohes Image, mit den Sparkassen zusammen, und wir haben die Fähigkeit, Kunden zu binden.
Es geht nicht alles nur über den Preis, sondern die Menschen wissen, dass man bei der Energiepolitik drei Dinge machen muss: Man muss preiswürdig sein, also für die privaten Haushalte aber auch für die Industrie und das Gewerbe, aber wir sind auch verpflichtet, den Klimaschutz sicherzustellen, und zwar auch im globalen Kontext. Wenn sie heute morgen Morgenmagazin geschaut haben, wir haben die Klima-Katastrophen in der Welt ja leibhaftig erlebt von Pakistan bis ja auch teilweise zu uns hin.
Und wir müssen, und das ist ganz entscheidend, wenn man Deutschland benchmarked, und insofern finde ich unsere Technologie auch wirklich gut und sicher, wir müssen versorgungssicher sein.
Wir als Kommunalwirtschaft sagen, dass vor allem die dezentrale Energieproduktion mit nachhaltigen Energien die Zukunft sind, das ist auch industriepolitisch richtig.
Im Kern unterstützen wir Röttgen. Ich mache mir persönlich, um das auf den Punkt zu bringen, grosse Sorgen, wie die Union mit ihrem eigenen Umweltminister umgeht, sowohl in den Ländern, wie aber auch in Nordrhein-Westfalen. Er steht in der Tradition von Töpfer, und ich hoffe sehr, dass wir zur Entscheidung in der Energiepolitik kommen aufgrund von Sachverhalten, die ermittelt werden, und nicht aufgrund von Geheimverhandlungen, die gerade mit den vier Energieversorgern im Finanzministerium laufen, die also konzeptionell ordnungspolitisch völlig neben einer sachorientierten Energiepolitik daneben laufen. Das kann nicht unsere Zukunft sein, im Sinne einer dezentralen, auch selbstverwalteten Struktur.
Zitat Ende.
-.-
Meine heutige Empfehlung:
Öko-Strom: Dorf als Selbstversorger - morgenmagazin, 12.08.2010
Das kleine Dorf Feldheim in Brandenburg produziert seinen Strom selbst: Dank Windkraftanlagen und Biogasanlage kann sich der Ort vollkommen autark mit regenerativ erzeugter Energie versorgen.
VIDEO, 02:41 Minuten
Stromversorgung: "Zukunft ist dezentral" - morgenmagazin, 12.08.2010
"Röttgens Atomausstiegskurs ist richtig. Die Politik muss aufgrund von Sachverhalten Entscheidungen treffen und nicht aufgrund von Geheimverhandlungen der Konzerne", sagt Hans Joachim Reck, vom VKU.
VIDEO, 05:25 Minuten
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