Deutschlands Bürger warten nicht mehr darauf, dass die Regierung die richtigen Entscheidungen macht. Deutsche Bürger entscheiden jetzt selber.
Worum geht es dabei?
Um Energie natürlich!
Gerade jetzt, in dieser Sommerhitze, in der in vielen Ländern die Klima-Anlagen auf Hochtouren laufen, zeigen Atomkraftwerke ihre Untauglichkeit, mit dem Klimawandel zurecht zu kommen: sie müssen abgeschaltet werden, damit es keine Kernschmelze und kein Fischsterben gibt. Atomkraftwerke heizen die Flüsse auf, deren Wasser zur Kühlung verwendet wird. Schon vor dreissig Jahren wurde das vorausgesagt, aber die "Experten" wollten das nicht hören.
Wenn Atomkraftwerke abgeschaltet werden, können Kraftwerke mit Gasturbinen aushelfen - dieselben Kraftwerke, die aushelfen können, wenn mal keine Sonne scheint oder es keinen Wind gibt.
Quintessenz:
Solarkraftwerke statt Atomkraftwerke!
Atomkraftwerke sind ein Relikt der Vergangenheit, Solarkraftwerke sind die Zukunft. Auch wenn dies die meisten nicht wissen, Windenergie ist auch Solarenergie, denn Wind wird durch Sonneneinstrahlung erzeugt - auch in Zeiten wenn die Sonne hier nicht zu sehen ist.
Was machen unsere Mitbürger inzwischen?
Vieles - heute erst einmal zwei Beispiele, die zeigen, wie wichtig Hoffnung ist.
Solarfeuerwehr Kerkwitz:
Investieren in Zukunft statt Abbaggerung
Die Bedrohung benachbarter Orte durch den Braunkohlen-Tagebau war einer der Anlässe für die Gründung der Solargenossenschaft in Guben. Es sollte etwas für nachhaltige Energieerzeugung in der Region getan werden. Die ersten fünf Objekte 2010 der Genossenschaft werden in Kürze fertiggestellt sein. Das sechste soll direkt im bedrohten Dorf Kerkwitz entstehen. In der vom Tagebau bedrohten Region wird intensiv am Aufbau zukunftsfähiger Energieversorgung gearbeitet. Neben den Genossenschaftsanlagen entstanden und entstehen privat weitere Solardächer. Im ebenfalls bedrohten Nachbarort Atterwasch baut ein ansässiger Landwirtschaftsbetrieb derzeit eine Biogasanlage.
Seit 1924 wurden in der Region 136 Orte zerstört. Eigentlich sollte nach der Wende Schluss sein damit. Horno sollte das letzte Dorf sein, das verschwindet. Manfred Stolpe, der damalige Ministerpräsident Brandenburgs von der SPD, versprach es. Aber der schwedische Energiekonzern Vattenfall, dem der Tagebau seit 2001 gehört, forciert den oberirdischen Abbau der Kohle wieder.
Die Solargenossenschaft Lausitz vergibt Anteile an einer Solaranlage, die auf dem Dach des Feuerwehrhauses des Dorfes entstehen soll. Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert dazu auf, auf diesem Wege ein Zeichen für die Zukunft des Ortes zu setzen.
Wer einen Anteil der Solarfeuerwehr Kerkwitz kauft, setzt ein Zeichen dafür, dass Kerkwitz bleibt. Vattenfall und die Brandenburger Landesregierung wollen Kerkwitz abbaggern, mit dieser Aktion soll Kerkwitz gerettet werden.
Dies hier ist ein aussergewöhnliches Beispiel:
Stadtwerke-Coup auf dem Meer
Ein süddeutscher Stadtwerkeverbund baut einen Hochseewindpark in der Nordsee. Die kommunalen Versorger verringern so die Abhängigkeit von den großen Konzernen!
30 Stadtwerke aus Bayern und Baden-Württemberg bauen den ersten kommerziellen Offshore Windpark in der Nordsee. Das haben die Gesellschafter der SüdWestStrom Windpark GmbH am Dienstag, 13. Juli 2010 in Bremen beschlossen. Die Anlage besteht aus 80 Windrädern und kann rund 400.000 Mehrpersonen-Haushalte mit Strom versorgen. Unter den 54 Gesellschaftern sind auch die Stadtwerke Tübingen, die sich mit 10 Millionen Euro am Windpark beteiligen. „Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein beim Umbau der Energieversorgung auf regenerative Energien“, sagte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der zugleich Aufsichtsratvorsitzender der SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG ist.
Der Offshore Windpark, der rund 100 Kilometer vor Borkum in der Nordsee gebaut wird, wurde von der Firma BARD Engineering GmbH aus Emden konzipiert. Die ersten Anlagen sind bereits errichtet. Der gesamte Windpark soll Ende 2011 fertig gestellt sein.
Dazu kommt noch, dass diese Windkraftanlage fast komplett in Deutschland produziert wird! Deutsche Hightech kommt bei diesem Windpark zum Einsatz. Die Hauptlieferanten sitzen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.
In diesen Bundesländern werden über 80 % der Anlage hergestellt.
Eine Großstadt oder eine ganze Region – vollständig versorgt mit Erneuerbaren Energien. Das ist keine Utopie mehr, sondern könnte nach gegenwärtigen Bedingungen bis 2020 Realität sein.
Immer mehr Stadtwerke setzen auf eine regionale Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen und wollen durch eigene Stromerzeugung Unabhängigkeit von den großen Konzernen gewinnen.
Die Stadtwerke München haben ein ehrgeiziges Ziel: bis 2025 wollen sie soviel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, dass sie damit den Gesamtbedarf Münchens decken könnten. Dabei wird auf ein möglichst breites Spektrum Erneuerbarer Energien gesetzt. In und um München soll das noch vorhandene Potenzial an Geothermie und Wasserkraft weiter ausgeschöpft werden. Derzeit geht es unter anderem um den Bau weiterer Windräder unter Beteiligung an der Solarinitiative München. Doch das Potenzial Erneuerbarer Energien in München und Umgebung ist begrenzt und der Energiehunger der Millionenstadt mit rund 7,5 Milliarden Kilowattstunden groß. Deshalb engagieren sich die Stadtwerke München nicht nur lokal und regional, sondern auch europaweit: durch Beteiligung an einem Windpark in der Nordsee und an einem Solarkraftwerk in Südspanien.
Quelle: Eurosolar e.V.
Und die deutsche Industrie, was sagt die dazu?
Vor zwei Tagen, am 15.07.2010:
1. Innovationstag Windenergie³ gestartet !
Das Industrieforum Windenergie für Süd- und Südwestdeutschland startete mit über 200 Teilnehmern und 30 Ausstellern in Würzburg. Der Schwerpunkt liegt auf dem technischen und energiepolitischen Know-how aus den drei Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Unter den Referenten waren Experten namhafter Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen wie ABB, ABO Wind, AssTec, Autodesk, Bosch Rexroth, BrainNet, Dassault Systemes, GENI, juwi, Schuler, SKZ Süddeutsches Kunststoff-Zentrum, Stiftungslehrstuhl Windenergie (SWE), VDMA Power Systems.
So prognostizierte Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer von VDMA Power Systems: „Innerhalb der EU 27 wird die Stromproduktion im Jahr 2030 zur Hälfte aus Erneuerbaren Energien bestehen, und davon wird die Hälfte durch Windkraft erzeugt“. Gerd Horn von der Schuler AG erläuterte in seinem Vortrag, wie es einem ursprünglichen Pressenhersteller gelang, Hersteller kompletter Windenergieanlagen zu werden. Schuler bietet 2,7 MW-Anlagen mit getriebelosem Antriebsstrang an. Auf die Entwicklung von Differentialgetriebe-Konzepten für Multi-Megawatt-Anlagen hat es dagegen Bosch Rexroth abgesehen. Hans-Gerd Buller stellte das Konzept der Leistungsverzweigung vor und präsentierte positive Felderfahrungen.
Wenn es gelingt, die bürokratischen Hürden abzubauen, technologische Impulse zu bündeln und das Netzwerk zwischen Zulieferern und Anlagenherstellern zu stärken, kann Deutschland seine starke Position als einer der Weltmarktführer halten und ausbauen.
Die dezentrale Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien bietet Kommunen und Stadtwerken somit neue Potentiale für regionale Wertschöpfung.
Der Zubau von Windkraftanlagen in Deutschland wird sich der jährlichen installierten Leistung nähern, die erforderlich ist, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Rahmenbedingungen dazu werden geschaffen.
Eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken ist daher nicht erforderlich, im Gegenteil, eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken wäre sogar kontroproduktiv, also schädlich!
Auch hier zeigt sich wieder deutlich, wie wichtig es ist,
dass sich Deutschland für die Zukunft entscheidet!
Wenn ich bedenke, dass die Maschinenfabrik, in der ich meine Lehrzeit verbrachte, inzwischen nicht mehr existiert, ist das die bessere Lösung: Herstellen von Windenergieanlagen anstatt von Exzenterpressen. Damals hatte ich als Lehrling die SATU-Steuerung entwickelt, eine selbstüberwachende Sicherheitssteuerung für Exzenterpressen.
Aber auch die Regierung bringt manchmal erstaunlich Gutes zustande:
Das Kraftwerk der Zukunft
Bei lauem Lüftchen drehen sich die Rotoren eines Windrades kaum. Folge: kein Stromgewinn. Ein neues Hybridkraftwerk soll in der Flaute Strom aus gespeichertem Wasserstoff erzeugen.
Angela Merkel legte am 20. April 2009, an dem Tag, an dem dieses Jahr im Golf von Mexiko die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodierte, in Brandenburg den Grundstein für das erste Wind-Wasserstoff-Hybridkraftwerk Deutschlands. Bis 2010 entsteht in Prenzlau eine 21 Millionen Euro teure Anlage, die ständig sechs Megawatt Leistung aus einer Kombination von Wind, Wasserstoff und Biogas erzeugt. Das Brandenburger Unternehmen Enertrag hat dieses Kraftwerk zusammen mit Forschungseinrichtungen in Stralsund, Braunschweig und Leipzig entwickelt.
Und so funktioniert das Kombi-Kraftwerk: Der von drei Windkraftanlagen erzeugte Strom wird direkt in das Netz eingespeist. Das passiert, wenn der Strom gebraucht wird, also vor allem tagsüber. Das Problem für Energieunternehmen bisher war aber die Tatsache, dass sie ihren Strom nur unzureichend speichern können, denn auch nachts weht manchmal ein starker Wind.
Mit Nachts erzeugter Energie wird nun aus Wasser durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt. Das so gewonnene Gas kann in Tanks über längere Zeit gespeichert werden. In windarmen Zeiten pumpt das Energieunternehmen den Wasserstoff zusammen mit Biogas, das umliegende Bauern liefern sollen, in zwei Blockheizkraftwerke und verbrennt diese Stoffe. Ein Generator gewinnt so neuen Strom und das Unternehmen kann eine ständige Energiezufuhr sicherstellen. Damit ist die Leistung unabhängig von Wind- und Wetterschwankungen.
Aber da kommt sogar noch mehr!
Wasserstoff dient nicht nur als Speichermedium, es ist auch als Kraftstoff für Wasserstoffmotoren in Autos oder Brennstoffzellen zu verwenden. Derzeit ist eine Kooperation des Energieunternehmens mit örtlichen Wasserstoff-Tankstellen geplant.
Ein Dreifach Hoch der Bundes-Kanzlerin!
Hoffen wir, dass sie nun endlich die Atomkraftwerke stilllegen lässt!
-.-
Meine heutige Empfehlung:
Länderspiegel vom 17. Juli 2010
Die Themen: Sommerhitze / Energiewende / Bürgerentscheid in Hamburg / Jugendnotdienst in Berlin / Hammer der Woche: Neubaugebiet ohne Telefonleitungen / Wohnwagenkontrollen / Draisinenfahrt
VIDEO, 39:06
Der Beitrag zur Energiewende kommt nach sechs Minuten,
Dauer: fünf Minuten.
Sehenswert!
Worum geht es dabei?
Um Energie natürlich!
Gerade jetzt, in dieser Sommerhitze, in der in vielen Ländern die Klima-Anlagen auf Hochtouren laufen, zeigen Atomkraftwerke ihre Untauglichkeit, mit dem Klimawandel zurecht zu kommen: sie müssen abgeschaltet werden, damit es keine Kernschmelze und kein Fischsterben gibt. Atomkraftwerke heizen die Flüsse auf, deren Wasser zur Kühlung verwendet wird. Schon vor dreissig Jahren wurde das vorausgesagt, aber die "Experten" wollten das nicht hören.
Wenn Atomkraftwerke abgeschaltet werden, können Kraftwerke mit Gasturbinen aushelfen - dieselben Kraftwerke, die aushelfen können, wenn mal keine Sonne scheint oder es keinen Wind gibt.
Quintessenz:
Solarkraftwerke statt Atomkraftwerke!
Atomkraftwerke sind ein Relikt der Vergangenheit, Solarkraftwerke sind die Zukunft. Auch wenn dies die meisten nicht wissen, Windenergie ist auch Solarenergie, denn Wind wird durch Sonneneinstrahlung erzeugt - auch in Zeiten wenn die Sonne hier nicht zu sehen ist.
Was machen unsere Mitbürger inzwischen?
Vieles - heute erst einmal zwei Beispiele, die zeigen, wie wichtig Hoffnung ist.
Solarfeuerwehr Kerkwitz:
Investieren in Zukunft statt Abbaggerung
Die Bedrohung benachbarter Orte durch den Braunkohlen-Tagebau war einer der Anlässe für die Gründung der Solargenossenschaft in Guben. Es sollte etwas für nachhaltige Energieerzeugung in der Region getan werden. Die ersten fünf Objekte 2010 der Genossenschaft werden in Kürze fertiggestellt sein. Das sechste soll direkt im bedrohten Dorf Kerkwitz entstehen. In der vom Tagebau bedrohten Region wird intensiv am Aufbau zukunftsfähiger Energieversorgung gearbeitet. Neben den Genossenschaftsanlagen entstanden und entstehen privat weitere Solardächer. Im ebenfalls bedrohten Nachbarort Atterwasch baut ein ansässiger Landwirtschaftsbetrieb derzeit eine Biogasanlage.
Seit 1924 wurden in der Region 136 Orte zerstört. Eigentlich sollte nach der Wende Schluss sein damit. Horno sollte das letzte Dorf sein, das verschwindet. Manfred Stolpe, der damalige Ministerpräsident Brandenburgs von der SPD, versprach es. Aber der schwedische Energiekonzern Vattenfall, dem der Tagebau seit 2001 gehört, forciert den oberirdischen Abbau der Kohle wieder.
Die Solargenossenschaft Lausitz vergibt Anteile an einer Solaranlage, die auf dem Dach des Feuerwehrhauses des Dorfes entstehen soll. Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert dazu auf, auf diesem Wege ein Zeichen für die Zukunft des Ortes zu setzen.
Wer einen Anteil der Solarfeuerwehr Kerkwitz kauft, setzt ein Zeichen dafür, dass Kerkwitz bleibt. Vattenfall und die Brandenburger Landesregierung wollen Kerkwitz abbaggern, mit dieser Aktion soll Kerkwitz gerettet werden.
Dies hier ist ein aussergewöhnliches Beispiel:
Stadtwerke-Coup auf dem Meer
Ein süddeutscher Stadtwerkeverbund baut einen Hochseewindpark in der Nordsee. Die kommunalen Versorger verringern so die Abhängigkeit von den großen Konzernen!
30 Stadtwerke aus Bayern und Baden-Württemberg bauen den ersten kommerziellen Offshore Windpark in der Nordsee. Das haben die Gesellschafter der SüdWestStrom Windpark GmbH am Dienstag, 13. Juli 2010 in Bremen beschlossen. Die Anlage besteht aus 80 Windrädern und kann rund 400.000 Mehrpersonen-Haushalte mit Strom versorgen. Unter den 54 Gesellschaftern sind auch die Stadtwerke Tübingen, die sich mit 10 Millionen Euro am Windpark beteiligen. „Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein beim Umbau der Energieversorgung auf regenerative Energien“, sagte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der zugleich Aufsichtsratvorsitzender der SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG ist.
Der Offshore Windpark, der rund 100 Kilometer vor Borkum in der Nordsee gebaut wird, wurde von der Firma BARD Engineering GmbH aus Emden konzipiert. Die ersten Anlagen sind bereits errichtet. Der gesamte Windpark soll Ende 2011 fertig gestellt sein.
Dazu kommt noch, dass diese Windkraftanlage fast komplett in Deutschland produziert wird! Deutsche Hightech kommt bei diesem Windpark zum Einsatz. Die Hauptlieferanten sitzen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.
In diesen Bundesländern werden über 80 % der Anlage hergestellt.
Eine Großstadt oder eine ganze Region – vollständig versorgt mit Erneuerbaren Energien. Das ist keine Utopie mehr, sondern könnte nach gegenwärtigen Bedingungen bis 2020 Realität sein.
Immer mehr Stadtwerke setzen auf eine regionale Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen und wollen durch eigene Stromerzeugung Unabhängigkeit von den großen Konzernen gewinnen.
Die Stadtwerke München haben ein ehrgeiziges Ziel: bis 2025 wollen sie soviel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, dass sie damit den Gesamtbedarf Münchens decken könnten. Dabei wird auf ein möglichst breites Spektrum Erneuerbarer Energien gesetzt. In und um München soll das noch vorhandene Potenzial an Geothermie und Wasserkraft weiter ausgeschöpft werden. Derzeit geht es unter anderem um den Bau weiterer Windräder unter Beteiligung an der Solarinitiative München. Doch das Potenzial Erneuerbarer Energien in München und Umgebung ist begrenzt und der Energiehunger der Millionenstadt mit rund 7,5 Milliarden Kilowattstunden groß. Deshalb engagieren sich die Stadtwerke München nicht nur lokal und regional, sondern auch europaweit: durch Beteiligung an einem Windpark in der Nordsee und an einem Solarkraftwerk in Südspanien.
Quelle: Eurosolar e.V.
Und die deutsche Industrie, was sagt die dazu?
Vor zwei Tagen, am 15.07.2010:
1. Innovationstag Windenergie³ gestartet !
Das Industrieforum Windenergie für Süd- und Südwestdeutschland startete mit über 200 Teilnehmern und 30 Ausstellern in Würzburg. Der Schwerpunkt liegt auf dem technischen und energiepolitischen Know-how aus den drei Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.
Unter den Referenten waren Experten namhafter Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen wie ABB, ABO Wind, AssTec, Autodesk, Bosch Rexroth, BrainNet, Dassault Systemes, GENI, juwi, Schuler, SKZ Süddeutsches Kunststoff-Zentrum, Stiftungslehrstuhl Windenergie (SWE), VDMA Power Systems.
So prognostizierte Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer von VDMA Power Systems: „Innerhalb der EU 27 wird die Stromproduktion im Jahr 2030 zur Hälfte aus Erneuerbaren Energien bestehen, und davon wird die Hälfte durch Windkraft erzeugt“. Gerd Horn von der Schuler AG erläuterte in seinem Vortrag, wie es einem ursprünglichen Pressenhersteller gelang, Hersteller kompletter Windenergieanlagen zu werden. Schuler bietet 2,7 MW-Anlagen mit getriebelosem Antriebsstrang an. Auf die Entwicklung von Differentialgetriebe-Konzepten für Multi-Megawatt-Anlagen hat es dagegen Bosch Rexroth abgesehen. Hans-Gerd Buller stellte das Konzept der Leistungsverzweigung vor und präsentierte positive Felderfahrungen.
Wenn es gelingt, die bürokratischen Hürden abzubauen, technologische Impulse zu bündeln und das Netzwerk zwischen Zulieferern und Anlagenherstellern zu stärken, kann Deutschland seine starke Position als einer der Weltmarktführer halten und ausbauen.
Die dezentrale Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien bietet Kommunen und Stadtwerken somit neue Potentiale für regionale Wertschöpfung.
Der Zubau von Windkraftanlagen in Deutschland wird sich der jährlichen installierten Leistung nähern, die erforderlich ist, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Rahmenbedingungen dazu werden geschaffen.
Eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken ist daher nicht erforderlich, im Gegenteil, eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken wäre sogar kontroproduktiv, also schädlich!
Auch hier zeigt sich wieder deutlich, wie wichtig es ist,
dass sich Deutschland für die Zukunft entscheidet!
Wenn ich bedenke, dass die Maschinenfabrik, in der ich meine Lehrzeit verbrachte, inzwischen nicht mehr existiert, ist das die bessere Lösung: Herstellen von Windenergieanlagen anstatt von Exzenterpressen. Damals hatte ich als Lehrling die SATU-Steuerung entwickelt, eine selbstüberwachende Sicherheitssteuerung für Exzenterpressen.
Aber auch die Regierung bringt manchmal erstaunlich Gutes zustande:
Das Kraftwerk der Zukunft
Bei lauem Lüftchen drehen sich die Rotoren eines Windrades kaum. Folge: kein Stromgewinn. Ein neues Hybridkraftwerk soll in der Flaute Strom aus gespeichertem Wasserstoff erzeugen.
Angela Merkel legte am 20. April 2009, an dem Tag, an dem dieses Jahr im Golf von Mexiko die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodierte, in Brandenburg den Grundstein für das erste Wind-Wasserstoff-Hybridkraftwerk Deutschlands. Bis 2010 entsteht in Prenzlau eine 21 Millionen Euro teure Anlage, die ständig sechs Megawatt Leistung aus einer Kombination von Wind, Wasserstoff und Biogas erzeugt. Das Brandenburger Unternehmen Enertrag hat dieses Kraftwerk zusammen mit Forschungseinrichtungen in Stralsund, Braunschweig und Leipzig entwickelt.
Und so funktioniert das Kombi-Kraftwerk: Der von drei Windkraftanlagen erzeugte Strom wird direkt in das Netz eingespeist. Das passiert, wenn der Strom gebraucht wird, also vor allem tagsüber. Das Problem für Energieunternehmen bisher war aber die Tatsache, dass sie ihren Strom nur unzureichend speichern können, denn auch nachts weht manchmal ein starker Wind.
Mit Nachts erzeugter Energie wird nun aus Wasser durch Elektrolyse Wasserstoff erzeugt. Das so gewonnene Gas kann in Tanks über längere Zeit gespeichert werden. In windarmen Zeiten pumpt das Energieunternehmen den Wasserstoff zusammen mit Biogas, das umliegende Bauern liefern sollen, in zwei Blockheizkraftwerke und verbrennt diese Stoffe. Ein Generator gewinnt so neuen Strom und das Unternehmen kann eine ständige Energiezufuhr sicherstellen. Damit ist die Leistung unabhängig von Wind- und Wetterschwankungen.
Aber da kommt sogar noch mehr!
Wasserstoff dient nicht nur als Speichermedium, es ist auch als Kraftstoff für Wasserstoffmotoren in Autos oder Brennstoffzellen zu verwenden. Derzeit ist eine Kooperation des Energieunternehmens mit örtlichen Wasserstoff-Tankstellen geplant.
Ein Dreifach Hoch der Bundes-Kanzlerin!
Hoffen wir, dass sie nun endlich die Atomkraftwerke stilllegen lässt!
-.-
Meine heutige Empfehlung:
Länderspiegel vom 17. Juli 2010
Die Themen: Sommerhitze / Energiewende / Bürgerentscheid in Hamburg / Jugendnotdienst in Berlin / Hammer der Woche: Neubaugebiet ohne Telefonleitungen / Wohnwagenkontrollen / Draisinenfahrt
VIDEO, 39:06
Der Beitrag zur Energiewende kommt nach sechs Minuten,
Dauer: fünf Minuten.
Sehenswert!
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