Mittwoch, 15. Juli 2015

Deutschland - das Land der Dichter und Denker ?

Wolfgang Menzel war es, der 1828 den Begriff schuf.
Er schrieb in seinem Werk "Die deutsche Literatur":
Die Deutschen tun nicht viel, aber sie schreiben desto mehr.
Das sinnige deutsche Volk liebt es zu denken und zu dichten,
und zum Schreiben hat es immer Zeit.
Es hat sich die Buchdruckerkunst selbst erfunden."

Das war einmal!

Nach der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 - verbrannt wurden die Bücher renomierter Wissenschaftler und Schriftsteller wie Albert Einstein, Sigmund Freud, Heinrich Heine, Ernest Hemingway, Franz Kafka, Erich Kästner, Jack London, Heinrich Mann, Ludwig Marcuse, Carl von Ossietzky, Joachim Ringelnatz, Bertha von Suttner, Kurt Tucholsky, sowie Arnold und Stefan Zweig - wurde Deutschland zu einem Land der Richter und Henker.

Diese Phase liegt nun 70 Jahre hinter uns.
Gott und den Amerikanern, Briten, Franzosen und Russen sei gedankt.
Erinnerungen an die Vergangenheit haben nur noch wenige Menschen.

Was ist aus Deutschland geworden?

Udo Ulfkotte schrieb Ende letzten Jahres:

Der Niedergang des Volkes der Dichter und Denker
Aus dem Land der Dichter und Denker ist ein Volk von Feiglingen geworden. Das freie Nachdenken, die Voraussetzung für unseren einstigen Wohlstand, gilt inzwischen als unanständig. Wir sind jetzt umzingelt von Tabus.

Und in der Züricher Wochenzeitung "Zeit-Fragen" heisst es:
Deutschland war das Land der Dichter und Denker, und in der modernen arbeitsteiligen Welt kann unsere Volkswirtschaft nur bestehen, wenn sie sich auch in Zukunft als technologisch-wissenschaftlicher Vorreiter behauptet. Dazu braucht es motivierte und gut ausgebildete Menschen. Doch die werden gerade in Deutschland zu einer «Mangelware».

Wie praktisch, dass nun die Jugend Griechenland verlässt, um Anstellung in Deutschland zu finden!

Hier ein Beispiel, das zeigt, dass Deutsche die Fähigkeiten zum Denken verloren haben:

Die Befolgung des Aide-Mémoire der Troika hat die griechische Wirtschaft ruiniert.

Nun ist genau die Befolgung dieses Aide-Mémoire Bestandteil des Diktats, das der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras zu akzeptieren gezwungen war, und zu dessen Umsetzung er Gesetze im griechischen Parlament durchsetzen muss.

Einstein - nachdem am 10. Mai 1933 in Deutschland seine Bücher verbrannt wurden - sagte folgendes:

"Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen,
die zu seiner Entstehung beigetragen haben
"

Zu Beginn erwähnte ich, dass es Wolfgang Menzel war,
der 1828 in seinem Werk "Die deutsche Literatur" schrieb:

Die Deutschen tun nicht viel, aber sie schreiben desto mehr.
Das sinnige deutsche Volk liebt es zu denken und zu dichten,
und zum Schreiben hat es immer Zeit."

Das ist längst nicht mehr der Fall. Die Zeit ist wohl nicht mehr da.
Jetzt heisst es wohl eher:

Die Deutschen tun nicht viel, aber sie schreiben desto mehr ab.

So zeigte es nicht nur die jüngste Geschichte Deutschlands,
sondern auch die Begleitumstände des griechischen Dramas.


Meine Empfehlung:

Die ungehörten Warnungen des IWF
14.07.2015 | 05:55 Min. | UT | Quelle: SWR
Schon vor fünf Jahren sollte ein Hilfsprogramm Griechenland vor der Pleite retten.
Doch führende Ökonomen des IWF waren schon damals mehr als skeptisch.

-.-

Griechische Exporte - Die Warenströme verebben langsam
15.07.2015 | 04:44 Min. | Verfügbar bis 14.07.2016 | Quelle: BR

"Wie soll sich ein Land erholen, wenn die Jugend wegläuft?"

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